Star Fucking Hipsters - From The Dumpster To The Grave

Star Fucking Hipsters - From The Dumpster To The Grave

Mit ihrem neuen Album "From The Dumpster To The Grave" melden sich die Star Fucking Hipsters zurück auf Fatwreck. War doch mit "Never Rest In Peace" der Nachfolger des 2008 erschienenen Debuts "Until We're Dead" nicht beim kalifornischem Label erschienen.

Wie bei jeder anderen "Supergroup" auch, so ist auch SFH konstanten LineUp-Wechseln unterworfen, verließ doch Co-Sängerin Nico de Gallo erst nach getaner Arbeit die Band.

So ist man also in der komischen Situation, dass Nico noch alle ihre Lyrics für "From The Dumpster To The Grave" eingesungen hat und dementsprechend mit ihrer unverkennbaren Stimme das Album maßgeblich prägt, man sie jedoch bereits durch Kelsey von Chump-Change ersetzt hat.

Nun gut, es ist bei weitem nicht der erste Wechsel in der Band. Man wird auch dies vermutlich überleben.

Doch jetzt endlich zum eigentlichen Album, welches die bekannte, großartige Qualität hat. Bereits nach dem ersten paar Songs setzt ein sehr großer Wow-Effekt ein. Das Teil hat Klasse und spiegelt in seinem Abwechslungsreichtum mal wieder die ganze Bandbreite der Star Fucking Hipsters wieder.

Nach dem ausleiernden "Intro" knallt der Titeltrack "From The Dumpster To The Grave" gleich mit voller Wucht rein. Schöne Ska-mäßige Gitarre in der Strophe und ein brutaler Sound im Chorus machen einen hervorragenden ersten Eindruck, der sich auch nahtlos fortsetzt.

Ein erstes, wenn nicht das, Highlight der Platte kommt mit "Death Is Never Out Of Fashion" bereits an Platz 3. Was für ein genialer Song, abwechslungsreicher Stilmix, großer Chorus, einfach gut.

Das Album entwickelt sich nachfolgend eben genauso abwechslungsreich weiter, wie es anfing. Sei es die für SFH doch recht ungewöhnliche Singstimme in "The Broken Branches", die abgelöst wird vom brachialen 34-Sekunden-Hammer "Spoils Of War", sie es das Latino-Gypsy-Folk angehauchte "iOtra Vez!" mit seinem spanischen Gesang und unverkennbarer Ska-Rhythmik. Immer wieder überzeugen SFH mit hervorragend ausgewogenen Stilmischungen und einem nahezu perfekten Spiel mit Brachialität, Rhythmik und Melodie.

Einzig "9/11 'til Infinity" will mir trotz der ansprechenden Stakkato-Gitarre nicht ins Ohr; "Sprech"-Gesang ist nicht unbedingt Sache der Band und fällt meines Erachtens aus dem Rahmen des Albums. Das nachfolgende "Ana Ng" reißt dieses Manko aber wieder um Längen raus. Wieder wird hier die im Grunde wundervolle Nicos Singstimme im Wechsel mit Stzas Stimme sehr groß eingesetzt.

Ein sehr feiner Song versteckt sich dann noch mit "Drowning out Another Year" als letzter Song der Platte, sowie das Dylan-eske "Outro". Einfach mal anspielen!

Was bleibt noch zu sagen? "From The Dumpster To The Grave" ist ein Album geworden, welches die Spielfreude und Vielseitigkeit einer großartigen Band widerspiegelt. Eins der besten Alben des Jahres soweit und ein Pflichtkauf!

Autor: Jöran Kuschel

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