NOFX - Coaster

NOFX - Coaster

Ja, es ist ein sehr teures Jahr für NOFX-Fans. Die Herren beehren uns ja dieses Jahr nicht nur mit einem Jubiläum, sondern nach einer Tour-DVD auch gleich mal noch mit einem neuen Album. "Coaster" liefert dann auch das, was man erwarten darf. Schönen, knackigen Punkrock. Die 4 Kalifornier zeigen auch nach 25 Jahren noch, wo der Hammer hängt.

Die Jungs um Labelchef Fat Mike liefern auf "Coaster" das, was sie seit Jahren ausmacht. Eher politische Tracks, wie "We called it America", sowie typische Religionskritik, a la "Blasphemy" und dem schön Reggea-lastigem "Best God In Show" werden gemischt mit der typischen NOFX-Attitude. So findet man mit "Creeping out Sarah" einen spaßigen Song über anzügliche Gespräche auf deutschen Festivals und mit "I am an Alcoholic" eine der typischen Alk-Nummern der Jungs. Wenn das ganze dann auch noch, wie letzteres, eine Nummer mit einem grandiosen geswingten Intro versehen ist, macht das richtig Spaß.

Weiterhin bekommen so einige Metal-Herren in "Eddie, Paul, Bruce", einer herrlich sarkastischen Liebesgeschichte, einen mitgegeben und Paul Di'Annio noch eine Hommage von eher unvermuteter Seite. Wer hätte gedacht, dass NOFX mal eben so einen geilen Metal-Part mit ordentlich hochgepitchter Stimme hinlegen können. Ich finds genial.

Mein absoluter Liebling der Platte ist aber "My Orphan Year", in dem Mike den Verlust seiner Eltern vor 3 Jahren verarbeitet. Sehr persönlich, sehr schön verpackt in einen grandiosen Song. Einfach ein wunderschöner Punk-Rock-Brecher mit nahegehendem Text.

Insgesamt liefert "Coaster" also das, was man von NOFX seit Jahren gewohnt ist. Nicht mehr, vor allem aber auch nicht weniger. Spitzen Ami-Punkrock mit Attitude und nem ganz großen Mittelfinger in sehr viele Richtungen. So mag ich die Jungs, einfach Ass Kickin'.

Autor: Jöran Kuschel

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