Good Riddance - Remain in Memory - The Final Show

Good Riddance - Remain in Memory - The Final Show

"Remain in Memory". Wollen wir's doch mal hoffen! Mit "Remain in Memory" liefern Good Riddance also das Live-Dokument ihrer letzten Show nach über 12 Jahren Bandgeschichte ab. Wie anders als mit einem solch knalligen Gig könnte man sich verabschieden? Schade für jeden Fan, der im Mai 07 nicht in Santa Cruz dabei sein durfte.

Meine erste Reaktion beim Hören der Platte war: "WOW! Wie geil ist das denn Bitte???" Dann kam mir immer mehr in den Sinn, was ich alles durch meine Aversion gegen amerikanischen Punk-Rock in den Neunzigern verpasst habe. Good Riddance hätten bestimmt gut in mein CD-Regal gepasst. Nun gibt's sie nicht mehr. Also wieder 'ne Band, die erst posthum Einzug in meine Sammlung halten wird.

Was man von den Jungs um Russ Rankin bekommt hat eine große Reichweite vom FatWreck typischen melodischen Punk über Speedpunk bis hin zu Tracks, die eindeutige Hardcore-Wurzeln erkennen lassen. Also alles, was das Herz begehrt. Auf "Remain in Memory" wird dann auch Jeder dieser Richtungen in unterschiedlicher Weise Rechnung getragen und so entsteht ein Konzert, das vor Energie strotzt, kaum Zeit zum Verschnaufen lässt und einen sehr hohen Abwechslungsreichtum bietet.

So ist für jeden was dabei, der gut gemachten Punkrock in der etwas härteren Art mag und sich nicht mit "Punkrock" aller Blink abspeisen lässt. Good Riddance haben sich für ihre letzte Show 30 ihrer eigenen Lieblingsstücke ausgesucht und diese in unglaublicher Geschwindigkeit und Energie durchgeknüppelt. Auf 'ner CD ist ja auch nicht so viel Platz, wie bei 'nem Konzert, daher fallen auch die Ansagen sehr sporadisch und kurz aus.

Die unterschiedlichen Richtungen der Band finden sich dann in dieser Zusammenstellung der Songs wieder. Für den eher Hardcore-affinen Hörer bieten sich Stücke wie "Weight of the World" und "Shit talking" - hervorragend hier auch "Winning the Hearts and Minds" - an. Derjenige, der eher auf FatWreck-Legenden wie NOFX oder "No use for a name" steht sollte mal in "Think of Me" und "Mother Superior" reinhören.

Abschließend bleibt dann nur noch zu sagen, dass ich mir immer mehr in den Arsch beiße diese Band nie live gesehen zu haben und meine Abneigung gegenüber Punk aus den USA doch noch einmal überdenken sollte. Zumindest im Hause Fat Wreck werde ich doch noch mal vorbei schauen. Scheinen noch ein paar interessante Bands vorhanden zu sein. Zu Good Riddance bleibt mir nur zu sagen, dass sie bestimmt in meiner Erinnerung bleiben werden und noch die ein oder andere Tantieme von mir erhalten werden.

Autor: Jöran Kuschel

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