Ektomorf - The Acoustic

Ektomorf - The Acoustic

Nun ist sie da, die neue Scheibe von den Groovemetallern aus ungarischem Lande. „The Acoustic“ lautet die Scheiblette und es wundert keinen, dass es semi-akustisch zur Sache geht. „Sea of my misery“ war schon ein kleiner Vorgeschmack („Redemption“) im Hinblick auf die neue Seite der Metaller.

Nämlich die Umsetzung von Metallischem ins Akustische. Neben althergebrachten Songs haben Ektomorf „The Acoustic“ mit fünf neuen Tracks, sowie schönen Coverstücken (u.a. Lynyrd Skynyrd, Johnny Cash) grandios bereichert. Jedoch bleibt trotz dieser akustischen heavyness bestehend aus Gesang, Schlagzeug und Gitarre, Ektomorf unverkennbar. Es ist ein melancholisch nachdenkliches Album mit einem Zoltan Farkas, der — Zitat: “Ich singe zum ersten Mal statt zu schreien.“ — das neue Werk objektiv vielleicht auch ein bisschen subjektiv begutachtet. Nichts desto trotz ist es für den Sänger ein ganz besonderes Album, dass seine Wurzeln sowie Künstler, die ihn inspiriert haben, aufzeigt.

Neben den fünf Klassikern vorangegangener Alben, die wunderbar ins akustische transferiert worden sind, sind besonders die neuen Tracks sowie die Covertitel hervorragend umgesetzt worden. Allein das Rockabillystück „Folsom prison blues“ von Johnny Cash geht so was von in die Beine, dass stillsitzen nicht möglich ist. Kein Deut schlechter ist „Simple man“ von Lynyrd Skynyrd, bei dem man sich glatt in den Süden der USA versetzt fühlt. Einsame Spitze!

Zu meinen persönlichen Favs der neuen Tracks zähle ich „Be free“, das für eine „Aku-Version“ ordentlich Schmackes hervorbringt und „To smoulder“ und „Again“, die sehr schön chillig rüberkommen und zum Nachdenken bewegen.

Das erneut von Tue Madsen produzierte „The Acoustic“ ist jedem Ektomorf-Fan und natürlich jedem zukünftigen Fan ruhig ans Herz zu legen, denn es zeigt ein weicher gezeichnetes „Ich“ der Band. Wer also schnellstens zuschlagen möchte, sollte sich das Release am 17.02.2012 vormerken und bei seinem Plattendealer vorbeischauen.

Insgesamt ist es ein sehr gutes semi-akustisches Album und eventuell gibt´s ja mal ein rein akustisches Konzert bzw. eine Tour von Ektomorf. Das wäre doch mal ne schöne Abwechslung.

Fazit: „The Acoustic“ ist eine Bereicherung Ektomorfs!

Euer Ed

Autor: Eddie Sharik

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