Fights and Fires - We Could All Be Dead Tomorrow

Fights and Fires - We Could All Be Dead Tomorrow

Aus den englischen Midlands, genauer dem beschaulichen Worcester, kommt mit Fights And Fires eine der zurzeit vielleicht arbeitswütigsten Bands des Kontinents. Mit "We Could All Be Dead Tomorrow" legen die vier Hardcore-Nerds bereits ihr zweites Album vor. Und was für eins...

Nebenher haben die Jungs um Sänger Philip Cox und Gitarristen Ryan Price in 5 Jahren Bandgeschichte auch eben noch so eben 15 Touren durch ganz Europa durchgeszogen sowie ein Debut-Album, sowie mehrere EPs aufgelegt. Was für ein Pensum! Da haben sehr viele Bands definitiv Probleme die Qualität der Releases hoch zu halten; nicht so Fights And Fires.

"We Could All Be Dead Tomorrow" ist ein ausgesprochen gutes Stück englischen Hardcores geworden, dem man aber auch den ein oder anderen ClassicRock- und NerdRock-Einfluss nicht verhören kann. Ein Album, bei dem es quasi pausenlos auf die Fresse gibt. Ein wunderbarer, aber auch schon in der Phantasie auslaugender, Ausblick auf die noch im März stattfindende Deutschland-Tour.

Die Story der Platte ist recht schnell erzählt: 11 Songs um die 2 1/2 Minuten, vom letzten Stück mal abgesehen, vorgetragen von 4 Nerds, die den Erfahrungen und Aufgaben des Lebens auseinander setzten. Soweit so gut, der Vortrag ist allerdings brachial-brutal, was das ganze, vor allem Aufgrund der Energie der Jungs, zu einem echten Genuss macht. Songs wie "You Don't Always Reap What You Sow" oder "If I'm Forrest, Then You're Jenny" (nettes Filmzitat btw) fragen nicht lange sondern gehen nach vorne, so wie man das als Hardcore-Hörer mag.

Absolute Highlights sind für mich jedoch die letzten Tracks des Albums "BFF...For Now" und "Small Town Boy Pt II", zwie überragende Songs, die live die Hütte zum Brennen bringen werden. Grandios! Bei "Small Town Boy Pt II" kommt dann noch das Outro dazu, was die Platte großartig abrundet.

Ne ganze Menge los mal wieder in England. Mit Crazy Arm und Apologies, I Have None hatten in letzter Zeit ja bereits 2 Punkbands auf sich aufmerksam gemacht, und in diese Linie bringt sich jetzt Fights And Fires mit wesentlich härterer Gangart ein. Wobei ich sagen muss, dass ich Apologies, I Have None noch nen Tacken besser finde.

Autor: Jöran Kuschel

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