Masked Intruder - s/t

Masked Intruder - s/t

Sie sehen ein wenig aus wie Pussyriot - zumindest vom Maskenstyle her- sind aber durchaus männlich und kommen aus den USA; gnauer gesagt aus Madison Wisconsion: Masked Intruder. Die 4 Jungs surfen mit ihrem selbstbetitelten Debut sehr stark auf der Pop-Punk-Welle, die derzeit ja auch von ordentlich beackert wird.

Stilecht sind die Mitglieder der Quartetts dann auch entsprechend ihrer Maskenfarbe als blue, green, yelow und red benannt und sitzen, getreu dem Namen der Band auch offiziell im Knast. Komisch nur, dass sie im Freigang mit solch illustren Bands wie Nothington oder Teenage Bottlerocket touren dürfen. Das ganze kann men jetzt natürlich total kindisch finden, aber hey, Punkrock steht für Fun; ganz speziell Pop-Punk. Also locker bleiben.

Musikalisch gesehen ist das ganzer Album astreiner Pop-Punk mit wunderbaren Mitsing-Melodien, feinem, klaren Gesang und nicht zu viel Härte. Was ein wenig ins Ohr sticht sind die deutlichen Anleihen aus den 80er Punk- und den früheren Surf- und Rock-Jahren. Das Ganze Konstrukt macht einfach Spaß.

Thematisch ist man immer wieder im persönlchen, entäuschten Liebesbereich. Als Beispiele hier "I Don't Wanna Be Alone" oder "Unrequited Love" vom Anfang der Platte genannt, das Thema zieht sich jedoch bis zum Ende durch. Sehr schön ist die klare Stimme blues, der immer wieder mit feinen Backings von green und yellow in sehr schöner Harmonie ergänzt wird. Hier sei auch noch "Heart Shaped Guitar" hervorgehoben. Bei diesem echt guten Stück hat man sich dann allerdings noch weiteren weiblichen Support organisiert.

Aus dem ganzen Kanon hervor sticht (haha, was ein Wortspiel) "Stick 'Em Up", was auch musikalisch ein wenig aggressiver daher kommt. Auch das, aufgrund des Intros und der Gesangsmelodie wirklich an die 70er erinnernde, "How Do I Get To You" fällt aus dem Rahmen.

Insgesamt also ein recht apartes Pop-Punk-Album, an das man allerdings nicht mit allzu großer Ernsthaftigkeit herangehen darf. Die 4 Jungs von wollen einfach nur Spaß haben und machen das auch. Wer also auf steht, macht hier bestimmt nichts falsch. Wie überaus praktisch aber auch, dass genau mit dieser Band gerade touren - wenn auch bisher nur in den USA.

Autor: Jöran Kuschel

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