Mustasch - Mustasch

Mustasch - Mustasch

Mit 2 EP´s und ihrem nun mehr fünften Album sind wieder am Start. Das allerneuste Werk der Band wurde zugleich mit dem Bandnamen betitelt. Ich war eigentlich überrascht, dass das Album schon im Oktober in Schweden fertig produziert und veröffentlicht war. Die Veröffentlichung in Deutschland ließ mal wieder auf sich warten.

Nach einer ausgiebigen Tour durch Deutschland und anderen Ländern 2008 und einigen weiteren Gigs in Schweden und Dänemark die 2009 stattfanden, gab es kaum Zeit zur Erholung für die Band. Zudem wurde in dieser Zeit „David Johansson“ für Gitarrist „Hannes Hansson“ während der Tour, zunächst auf Probe, ersetzt. Nach erfolgreichen Live-Gigs wurde David dann fest in die Band integriert. Gegen Ende der 2009er Tour musste dann noch der Schlagmann „Mats Johansson“ aus gesundheitlichen Gründen durch „Danne McKenzie“ ausgewechselt werden. Danne war schon bei Mats früheren gesundheitlichen Probleme eingesprungen und wurde daher schnell als Ersatz bei Mustasch gehandelt.

Hier das aktuelle Mustasch - Line Up 2010:

  • Ralf Gyllenhammar – vocals, rythm guitar
  • David Johannesson – lead guitar
  • Mats Johansson - bass
  • Danne McKenzie – drums

Jetzt aber zum Album 2010:

Mit 12 Songs, die auf der Schweden-Version zu hören sind, wartet die neue Platte nun in Deutschland darauf gehört zu werden. Nach einem Intro und einmal kurz durchladen geht das Album direkt in die Vollen. „Heresy Blasphemy“ ist ein typischer grooviger Mustasch Metal-Song, bei dem der gesamte Körper sofort im Takt mitgeht. Nach dem ersten Hörgenuss geht es dann mit einem "Löwengebrül" und dem Song Mine weiter (sehr guter Effekt übrigens). Die treibenden tiefer gestimmten Gitarren und der leichte -Einfluss fügen sich sehr guten an den vorherigen Song an.

Dann kommt für mich der erste wirklich richtige Knüller dieser Scheibe "Damn It´s Dark" - einziger Kommentar dazu: „an Volume drehen und ab dafür“. "The Man The Myth The Wreck" ähnelt ein wenig dem ersten Song des Albums, ist aber dennoch ein starker Midtempo Song der auch durch geiles Riffing überzeugt. Der nächste Ohrwurm "The Audience Is Listening" kommt etwas ruhiger bzw. rockiger daher und ist ganz typisch . Leider kommt dann ein Totalausfall und der Name passt auch noch dazu „Desolate“. Was sich die Band bei diesem Song gedacht hat, weiß ich nicht. Das ist einer der schwächsten Lieder, die ich bisher aus der Mustasch Ära kenne - leider.

So, jetzt kommt endlich mein Lieblingssong auf diesem Album. Anlage wieder aufdrehen und los geht’s. "Deep In The Woods" entschädigt sofort für das, was gerade noch von der Band abgeliefert wurde. Sehr geiler und eingängiger Groove mit fett eingespielten Gitarrenparts, also moschen was das Zeug hält :-) . Im Anschluss geht es dann wieder frustrierend mit einer Ballade weiter.

Ich habe zwar nichts gegen Balladen, aber „I´m Frustrated“ ist einfach zu schwach um gegenüber anderen Mustasch-Songs mithalten zu können - „man Ralf, dass geht besser“. Als Entschädigung geht es dann mit „Lonely“ und Blackout Blues“ wieder stark bergauf. Hier zeigt die Band wieder, was in ihr steckt. Das letzte Lied auf der Schwedenpressung „Tritonus“ fängt sehr stark an, erinnert ganz klar an Toni Iommis Zeiten. Dann ufert das Ganze in Manowar-Manier aus. „The Warriors Prayer“ lässt grüßen, schade. So etwas hat gar nicht nötig und ist bei dieser Band überflüssig.

Fazit: Das Album hätte der Knaller für 2010 werden können, leider sind drei Ausfälle bei einer Spielzeit von 43:41 Minuten zu viel. Auch wenn einige Zeitschriften meinen das neue Mustasch-Album als Platte des Monats küren zu müssen, so finde ich das „Powerhouse“ und Above All“ als Gesamtwerk besser abschneiden. Live ist die Band allerdings immer auf bester Höhe und ich freue mich schon auf die nächste Deutschlandtour :-)

Nachtrag: Die Deutschland-Pressung von "Mustasch" gibt es mit einem Bonus Lied „Mine als Acoustic-Version“. Fans können sich jetzt schon freuen, denn die Platte wird am 08.01.2010 endlich auch in diesen Gefilden erscheinen.

Martin „Stöckeklopper“

Anm. d. Red: Der Herr "Stöckeklopper" wird in Musikinstinkt-Kreisen auch als Mustasch-Martin bezeichnet und jammert hier auf ziemlich hohen Niveau ;-), würde ich mal sagen.

Autor: Martin Stöckeklopper

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