Cold Cold Hearts - Heartware

Cold Cold Hearts - Heartware

"Heartware statt Hardware!" unter diesem Motto laufen Cold Cold Hearts mit ihrer ersten Platte Heartware auf. Was jetzt mal wieder nach einer Akustik-Platte klingt, stellt sich aber recht schnell als gut gemachte Mischung aus Punk, Rock und Hardcore mit einer Prise Indie und Pop-Anklängen raus.

Doch zunächst mal zur Band. Cold Cold Hearts sind ein Quartett aus der Eifel und dem Saarland, welches als Heimat Blieskastel angibt; knallharte deutsch Provinz also. Doch wenn man bedenkt, dass die Mitglieder des Vierers zuvor bei solch illustren Bands wie Jupiter Jones oder King for a Day am Start waren, relativiert sich das Ganze schon wieder. Nun also das neue Projekt, bei dem es dem Namen der Platte getreu zu allererst um Herzblut und Vollgas geht.

Musikalisch gesehen entwickelt sich Heartware recht schnell zu einem sehr gut hörbaren Stück Musik, dass mit Stilen spielt, immer mal wieder einen Tempowechsel einlegt, aber trotz aller Ecken und Kanten sehr eingängig ist und überzeugenden Mitsing-Charakter liefert. Wobei mir der Opener Heartware so gar nicht ins Ohr will; das ist mir einfach zu viel "Dicke Hose"-Hardcore, der zu bemüht wird. Ab Fido und dem großartigen Can't Take My Eyes Off You wird dieser Eindruck jedoch sehr schnell zum Besseren gewendet und es entwickelt sich echt ne tolle Platte.

Bitburg Smile, beispielsweise, glänzt mit einer Leichtigkeit und einem großen Singalong im Chorus, dass es einfach Spaß macht den Song zu hören und auch die harte Tour gelingt bei Dancefloor Doctrine meines Erachtens nach sehr gut. Während So Long gegen Ende ein absolutes Highlight bildet. Was man auch auf jeden Fall beachten sollte, ist die Fähigkeit der Platte nonchalant echt großartige Akustik-Songs einzubauen. Sei es All Hope Abandon oder das Geigen-geschwängerte Going Home, einfach klasse.

Heartware ist insgesamt ein sehr gutes Album, das ab dem ersten Hören fesselt und durch immer wieder neue Facetten überzeugt. Gerne mehr davon.

Autor: Jöran Kuschel

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