Greenleaf - Rise Above The Meadow

Greenleaf - Rise Above The Meadow

So, da ein großer Teil der Musikinstinkt-Redaktion begeisterte Greenleaf-Fans sind, haben wir ein Problem. Ein Review reicht uns nicht! Und, weil das neue Album der Schweden schon ungeduldig erwartet wurde, herrscht bei uns natürlich keine Einigkeit, ob die Jungs den Erwartungen gerecht wurden. Hier sind "Review" und "Gegen-Review", viel Spaß beim Disput.

Review I: „Jammern auf hohen Niveau“ - LG an Frank ;-)

„Greenleaf bringen ein neues Album heraus“, diese Nachricht hat letztes Jahr bei mir für höchste Verzückungen gesorgt. War das Vorgängeralbum „Trails & Passes“ doch eins der Besten, vielleicht sogar das beste Stoner-Retro-Rock Album des Jahres 2014. Klar, dass ich unbedingt auch live sehen wollte! Also habe ich die weiten Reisen aufgenommen und wurde live nicht enttäuscht! Weder beim Konzert im Siegener „Vortex“, noch den grandiosen, improvisierten Auftritt auf dem Beelener Fliesenlager. Letzteres war wirklich eins meiner Konzert-Highlights ever!!!

Nun aber zurück zur neuen Platte: Konnten das Niveau von „Trails & Passes“ halten oder sogar übertreffen???? – Um es kurz zu machen: Leider nein.

Mein persönliches Fazit ist, dass „Rise above the Meadow“ ein gutes Rockalbum ist, wobei die Betonung wirklich auf Rock liegt. Hier wird fett gerockt und Sebastian Olsson haut auf seine Felle, dass die Schwarte kracht. Nur fehlt mir bei diesem Album ein oder zwei Lieder die herausstechen und einen mit den Fingern schnippsen lässt: “jau, dass isses. Geile Nummer“. Schade-Schade…..

Hier die Trackliste:

  1. A Million Fireflies
  2. Funeral Pyre
  3. Howl
  4. Golden Throne
  5. Carry out the Ribbons
  6. Levitate and Bow (Pt. 1 & 2)
  7. You’re gonna be my ruin
  8. Tyrants Tongue
  9. Pilgrims

Anspieltipps möchte ich dieses Mal nicht geben. Jeder sollte einmal reinhören und sich seine Meinung bilden. Ich für mich habe entschieden, mir die Vinyl am 26.2. zu kaufen und auch am 2. April auf das „Alterna-Festival“ in Münster zu gehen, um mir die neue Platte live anzuhören. So groß ist der Bonus, den die Jungs seit dem Fliesenlager bei mir haben. Und natürlich eine unstillbare Neugierde!

Review II: „Erwartungen mehr als Erfüllt“ - laut Martin oder wie Eddi kommentiert "ein Album mit Schmackes"

Schweden rockt, das haben wir ja in den letzten Jahren schon mehrfach von schwedischen Bands bestätigt bekommen und mit dem aktuellen Album von reiht sich ein weiterer Klassiker in die Sammlung ein. Seit heute gibt es Rise Above The Meadow im Handel offiziell zu erwerben und wer die alten Sachen der Band kennt, der wird hier nicht enttäuscht werden.

Nachdem Trails And Passes mit neuem Sänger Arvid Jonsson im Jahre 2014 veröffentlicht wurde, scheint es bei der Band kein Halten mehr zu geben. Das Songwriting und das Soundgewand passen optimal zum Gesang, man hat das Gefühl die Band ist seitdem eine Einheit geworden und der Knoten ist bei endgültig geplatzt. Ausgiebige Tourpläne und die Verkaufszahlen sprechen für sich.

Mit Rise Above The Meadow kann die Band sogar noch 'ne Schippe drauflegen, auch wenn jemand aus unserer Redaktion da komplett anderer Meinung ist. Der erste Song „A Million Fireflies“, schlägt sofort ein und zeigt die Marschrichtung an. Dieser Song wurde mit Videomaterial bereits als „Single“ veröffentlicht. „Funearal Pyre“ schließt nahtlos an und legt tempomässig durchaus noch was drauf. Die beide Stücke klingen, im Gegensatz zum Trails And Passes-Album, rockiger und erdiger. „Carry Out The Ribbons“ ändert dann den Kurs in melodiöse Gitarrenelemente, bevor es dann mit „Howl“, „Levitate And Bow“ und „Pilgrims“ ziemlich atmosphärisch zugeht. Vier absolute Burner dieser Scheibe, die das ganze Können von widerspiegeln. In „Golden Throne“ steht ein stampfendes Schlagzeugs im Vordergrund und gibt den Beat vor. Das Ende läutet dann „High And Low“ ein, ein geradliniger Song und der optimale Rausschmeißer für die 10 gelungenen Rock-Hymnen.

Fazit: legen mit Rise Above The Meadow einen würdigen Nachfolger von Trails And Passes nach.

Autor: Frank Schmitt und Martin Stöckeklopper

Konzert-Tip der Redaktion: