Jawknee - Backgrounds

Jawknee - Backgrounds

Mit seinem zweiten Album "Backgrounds" meldet sich der Trierer Singer / Songwriter Jawknee nur ein Jahr nach seinem Debut "My turn" zurück. 12 neue Songs, die es mit der hochgesetzten Messlatte ihres Vorgängers aufnehmen müssen und - soviel sei vorweg genommen - dieses auch können.

Während auch auf Backgrounds wieder alle Instrumente selber eingespielt hat, muss man doch sagen, dass die Platte reifer klingt als sein Debut, was allerdings auch an der wesentlich klareren und ausgefeilteren Produktion liegen mag. Doch auch viele der Stücke klingen in meinen Ohren einfach ne Spur reifer als noch auf "My turn"; was ein Jahr doch ausmachen kann.

Als erste Beispiele für diese neue Reife seien hier "Time Machines" und "Obstacles" genannt. Während ersteres gerade in Bezug auf den Full-Band-Sound neue Türen für öffnet läutet das großartige "Obstacles" eine neue Qualität des klassischen Singer / Songwriter Sounds des Trierer Sängers ein. Dieser Effekt zieht dann auch durch das gesamte Album.

"Anchor" ist beispielweise ein großartiges Stück, gerade weil es auf das Weniger setzt und eben aus genau diesem Grund Jawknees großartiger, markanter Stimme genug Freiraum lässt. Gleiches gilt im Übrigen auch für "Transparent Disguise", ein absoluter Gänsehaut-Song auf "Backgrounds". Da mir auf der Platte die eher zurückgefahrenen Stücke besser gefallen, würde ich euch des Weiteren auch noch "Who Knows Best" ans Herz legen, welches wirklich ausgesucht schön ist und mit einigen Gitarrenspielereien für sehr schöne Momente sorgt.

Im Gegensatz zu seinen eher reduzierten Stücken bietet "These Pretty Girls" zeigt eine neue, wesentlich rockigere, rauere Seite an , die ein wenig am erinnert. Gerade diese Kontrapunkte zum klassischen Singer / Songwriter sind schöne Schlaglichter auf der Platte, die mir jedoch (noch) nicht so ins Ohr gehen.

Da ich zu "My turn" ja bekanntlich geschrieben hatte, gerne mehr von zu hören, bin ich mit Backgrounds vollauf zufrieden. Ein wirklich sehr würdiger Nachfolger seines Debuts, der neue Qualitäten des Trierers zeigt. So darf es gerne weiter gehen.

Autor: Jöran Kuschel

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