No Weather Talks - Undoing Defeat

No Weather Talks - Undoing Defeat

Deutscher Punkrock ist ja immer so ne Geschichte für sich, da er sehr schnell plakativ wirkt. Gut also, das No Weather Talks sich entschieden haben, ihre Texte auf Englisch zu verfassen. Mit Undoing Defeat hat die Band um Fronterin Flicke nun ihren ersten Longplayer draußen, der das enthält, was man erwarten durfte: melodischen Punkrock.

Punkrock mit Frauenstimme ist ja auch leider immer noch ein eher selten zu hörendes Setup. Sollte es meiner Meinung nach wesentlich öfter geben, vor allem dann, wenn es so läuft, wie bei No Weather Talks. Der erste Longplayer der Band enthält 12 Songs, die allesamt im Bereich Emo-Punk mit ein paar poppigen Einflüssen zu verorten sind. Einzig "The Poetry Of A Life Rediscovered Will Put An End To The Deadly Stranglehold Of The Comodity" fällt mit seinen Piano-Klängen fällt ein wenig aus dem Rahmen. Da es sich beim Song aber nur ums Intro handelt, lassen wir das mal außen vor, denn schon ab "Problems With Pleasure" geht es wieder direkt in Richtung Punkrock.

Tracks wie "Any City's Song", "Picture Perfect Propaganda" oder "Silent Scapegoats" spielen dann auch gekonnt die Klaviatur des melodischen Punkrock runter, während Songs wie "Nazi Scum Has Gotta Die" Haltung zeigen. Zu gefallen wissen auch das etwas getragenere "A Scene Less Sinister", sowie "A Toast To Revolutionary Souls", was vielleicht mein liebster Song der Platte ist. Man muss sagen, dass es auf "Undoing Defeat" ein ganzes Dutzend wirklich sehr guter Songs gibt, ohne jeglichen Ausfall.

Insgesamt ist die Platte das zu erwartende Punkrock-Album geworden. No Weather Talks legen also ein hörenswertes Longplayer-Debut ohne große Überraschungen oder Ausfälle vor. Sehr gute Platte am Ende des Tages.

Autor: Jöran Kuschel

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