Johnny Houmark (South Of Sundays) - 07.06.2015

Es ist nahezu fünf Jahre her, dass man etwas Musikalisches von Johnny Houmark (ex-) in Erfahrung bringen konnte. Doch nun ist er mit seiner neuen Band und dem dazugehörigen Video "Echo" (08.06.15) in die Rock-Öffentlichkeit getreten und spricht mit uns über die Vergangenheit, das Jetzt und die Zukunft.

Exklusiv-Interview mit Mastermind Johnny Houmark von South Of Sundays !!!

Nach den Veröffentlichungen der zwei großartigen Alben Powderhog sowie Return of the Gaucho und vielen Live-Shows in ganz Europa, wurde das dritte Album „Powderhog III“ von der Rockgemeinde sehnsüchtig erwartet. Jedoch erschien es nie und gegen Mitte / Ende 2010 wurde es dann leise um die Band. Dieser Zustand warf und wirft eine Menge Fragen auf, die beantwortet werden müssen.

Eddie: Was ist mit passiert? Warum hat sich die Band aufgelöst?

Johnny: Nun nach der Aufnahme zu „Return of the Gaucho“ verließ unser Schlagzeuger die Band. Wir haben lange Zeit nach einem neuen Schlagzeuger gesucht, der unser Zeug so spielen konnte, wie wir uns das vorgestellt hatten, jedoch fanden wir niemanden, der es konnte. Und eine Band ohne Schlagzeuger ist halt keine Band. Nach endlosem Schlagzeuger suchen ging uns dann zu dieser Zeit auch der ganze Schwung verloren.

Eddie: Waren es denn private Dinge, die eine Rolle für den Bruch spielten? Oder zeichneten sich die verschiedenen Musikgeschmäcker der anderen für den Split verantwortlicht?

Johnny: Jaah ich denke, dass der Bruch dadurch kam, dass einige der Jungs andere musikalische Wege gehen wollten. Jesper und Jeppe wollten Metal machen, was jedoch nicht meine ursprüngliche Idee war, als ich Powderhog gründete. Ich wollte Rock spielen und unser eigenes Ding im Rock entwickeln. Ich würde niemals in eine Metal-Band passen und würde es auch nicht wollen. Somit folgte der Bruch, weil wir uns alle in verschiedenste Musikrichtungen orientierten. Aber es gab kein Bekämpfen oder Anschnauzen untereinander. Ich spreche noch immer mit Jesper und Jeppe und wir teilen uns den gleichen Proberaum. Ab und zu prallen wir aneinander, aber das ist für mich in Ordnung. Wir haben den Bruch anständig verarbeitet.

Eddie: Ich habe auf einigen sozialen Medienseiten Fotos von einem Album namens „Powderhog III“ gesehen. Es ging ein Gerücht herum, dass dieses Album unter Powderhog hätte veröffentlicht werden sollen. Ist es nur ein Gerücht oder ist da doch ein Funke Wahrheit dran?

Johnny: Es gibt keinen Plan für eine weitere Powderhog-Aufnahme. Ich habe dieses „Powderhog III“-Zeug nicht gesehen oder weiß etwas darüber. Ich weiß, dass Jesper gerade einige Sachen selber macht. Allerdings weder Rock noch Metal. Jeppe hat mich letztens darüber informiert, dass er ebenfalls einige Riffs schreibt, aber diese führen alle in verschiedene Richtungen und somit gibt es keine großen Pläne einer Reunion von Powderhog. Es bleibt eher ein Gerücht denn ein Wahrheitsfunke.

Eddie: Lass uns über heutzutage sprechen. Du hast eine neue Band namens South of Sundays gegründet. Was sind deine Erwartungen? Welche Art von Musik verfolgst du? Soll es in die gleiche Richtung gehen wie bei Powderhog oder etwas komplett anderes?

Johnny: Nun seit dem ich alle Texte und die meisten Melodien für Powderhog geschrieben habe, wäre es eigenartig, wenn du nicht ein bischen Powderhog bei South Of Sundays erkennen würdest. Aber es wird eine andere Vorgehensweise der Band geben. Ich will weiterentwickeln, was Powderhog war und einige neue Sachen hinzufügen.

Eddie: Was ist somit das elementare Neue bei South Of Sundays?

Johnny: In den letzten zwei Jahren habe ich eine Menge akustische sowie normale Rock-Sachen geschrieben. Ich möchte diese gerne bei South Of Sundays miteinbeziehen. Bei Powderhog gab es keinen Raum für Akustik aber bei South Of Sundays möchte ich dies ein bisschen mehr ausprobieren. Mein Hauptanliegen ist es, ein vielfältiges Album zu erarbeiten, mehr als es zu Powderhog-Zeiten war.

Eddie: Suchst du noch neue Bandmitglieder oder ist jetzt alles soweit komplett?

Johnny: Tja, im Moment bin ich allein, aber ich werde noch diesen Sommer eine Band zusammenstellen, um mit der Arbeit an den Songs zu beginnen. Ich habe ein halbes Jahr lang Demos zu hause aufgenommen und bin nun bereit Musiker für die Band zu finden. Ich habe bereits mit einigen gesprochen und es beginnt alles zueinander zu kommen.

Eddie: Du wirst am 08.06.2015 eine neue Single als Videoclip unter South Of Sundays veröffentlichen. Ist dies der Startpunkt alles wesentlich überlegter anzugehen?

Johnny: Nun es wird später ein Video geben in dem John von Kellermensch und Zenia von Mojo Hands mitmachen werden. Das Lied heißt „Echo“ und ist ein Song von den Demo-Tracks, die ich das letzte halbe Jahr aufgenommen habe. Das Video wird sich etwas anders anhören als das Demo. So wird es zwei verschiedene Versionen des gleichen Songs geben. Aber um deine Frage zu beantworten. Ich möchte gerne einige Dinge ein bischen bedachter angehen, ohne das Konzept oder die Musik zu überdenken nur der Sache wegen. South Of Sundays soll von Musik zeugen, die von Herzen kommt. Das ist mein Hauptziel mit dieser Band.

Eddie: Worum geht es in dem neuen Lied?

Johnny: In dem neuen Song „Echo“ geht es ums Loslassen und um das Finden eines neuen Weges, um weiter machen zu können. Einige Teile reflektieren meine musikalische Karriere sowie als auch mein persönliches Leben. Es ist wie ein Stückchen „Leim“ gedacht, das es zusammenhält. Es ist ein entspannter Song, der seinen Platz zwischen zwei uptempo Rock-Nummern auf dem Album hat. Ein Lied, dass dir eine Pause von den verzerrten Gitarren gönnt. Ich habe mich entschieden dieses Lied als ersten -Track zu veröffentlichen, weil es ein guter Bruch mit dem ist, was ich früher mit Powderhog getan habe.

Eddie: Wie schwierig ist das Arbeiten an dem neuen Material?

Johnny: Es war nicht wirklich schwer. Ich bin zur Zeit in einer sehr kreativen Stimmung und war dies auch die Jahre zuvor. Das Problem ist, dass ich im Moment zu viel schreibe und nicht alle Lieder beenden kann. Wirklich ein positives Problem und das ist der Grund, warum ich jetzt einige Sachen veröffentliche, an den ich arbeite. Ich muss sie rauslassen, damit ich mich auf die neuen Songs konzentrieren kann.

Eddie: Dürfen die Rockfans auf ein Album von South Of Sundays hoffen?

Johnny: Es wird definitiv ein South Of Sunday-Album geben. Ich habe bereits mit Christian Bonde von Whores & Thieves gesprochen. Er wird das erste Album produzieren.

Eddie: Kannst du schon ein Veröffentlichungsdatum nennen?

Johnny: Veröffentlichungsdatum? Ich denke.. wahrscheinlich um Weihnachten herum, vielleicht ein wenig später. Es hängt davon ab, wie schnell sich die Band zusammenfindet und einspielt.

Eddie: Gibt es Pläne für eine kleine Club-Tour 2016?

Johnny: Definitiv! Ich vermisse es live zu spielen und die Interaktion mit den Fans. Ich liebe es live zu spielen. So wird es eine Tour bevor und nach Veröffentlichung des Albums geben. Nicht nur in Dänemark sondern auch im Ausland.

Eddie: Nun Johnny, dann danke ich dir für diese Einblicke in die nähere Zukunft von South Of Sundays. Ich bin gespannt auf Das, was da noch kommen wird. Und live werden wir mit dir Rocken. Definitiv! Danke!

Autor: Eddie Sharik

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