The Real McKenzies - Rats in the Burlap

The Real McKenzies - Rats in the Burlap

Dieses Frühjahr riecht verstärkt nach Irish-Folk-Punk. Nicht nur, dass im Mai ihr lange erwartetes neues Album vorlegen werden, nein, auch geben sich mal wieder die Ehre und veröffentlichen mit "Rats in the Burlap" den Nachfolger ihre 2012er Albums "Westwinds".

Im Hause McKenzie trägt man nun also gerne Sackleinen? Nun ja, wers mag... Aber mal direkt zur neuen Scheibe, die mit marschierenden Stiefeln und dem unverzichtbaren Dudelsack bei "Wha Saw the 42nd" beginnt, welcher sich dann auch durchs ganze Album zieht. Was soll man mehr sagen? wie man sie kennt und seit Jahren liebt.

Mal gibt man sich der schnelleren Punkrock-Spielweise, wie beispielsweise bei "Night Train to Moscow" oder dem McKenzie typischen Stakkato bei "Yes", hin, mal wird es melodischer und langsamer wie bei "Lilacs in the Alleyway", welches mir ausgesprochen gut gefällt. Hier kommen sowohl Gesang, als auch Dudelsack und Gitarre ordentlich zur Geltung. Sehr fein geworden.

Der eher ins traditionell folkige Ausflug "Bootsie the Haggis-Eating Cat" is dann nicht so wirklich meins, dieser kleine Tiefpunkt wird dann aber direkt mit dem "On Tour"-Song "Spinning Wheels" wieder ausgebügelt. Es gibt vermutlich keine Band, die so oft und auch so gut zu diesem Stilmittel greift, wie aber die sind ja auch irgendwie immer auf Tour. Wem die Huldigung der schottischen Wurzeln bisher noch zu kurz kam, dem sei auch noch das sehr schöne "The Fields of Inverness" ans Herz gelegt.

Nach 14 Tracks endet dann mit "Rats in the Burlap" mal wieder ein typisches McKenzies-Album. Man bekommt zwar nicht unbedingt was neues, aber das erwartet man bei den McKenzies ja auch nicht. Sie sind eben ne Band, die irgendwie immer da ist, immer mal wieder in der Nähe spielt und bei der man das bekommt, was man sucht: das gute Gefühl und ne Menge Spaß und Alkohol.

Autor: Jöran Kuschel

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