Darius Koski - Sisu

Darius Koski - Sisu

25 lange Jahre im Punkrock-Business hat bereits auf dem Buckel, die meisten davon als Mitglied und Songwriter der . Nun ist es auch für ihn an der Zeit, sein erstes Solo-Album vorzulegen; kein Schnellschuss, denn laut eigener Aussage schlummern einige der Songs auf Sisu schon seit 1999 in ihm.

Und das was Koski hier hinlegt hat sich gewaschen. Ein Album, das mit einer unglaublichen Vielfältigkeit zu begeistern weiß und jegliche Erwartungen, die man vielleicht hatte, ad absurdum führt. Koski beweist, dass in ihm ne ganze Menge mehr steckt als Punkrock und so pendelt er zwischen eher an Presleys Hawaii-Zeit erinnernden Nummern ("Empty Thing") und Stücken mit hohem Mike Patton

Faktor wie "Paper Tigers, Plastic Lions hin und her.

Mit Leichtigkeit schafft er es ebenfalls Lagerfeuerromantik mit Gitarre und Mundharmonika entstehen zu lassen ("On Leaving"), ein wenig Country und Bluegrass einzustreuen ("Listen!"), sowie bei "The Sound of the Waves" einen Laid-Back-Surfstyle zu erzeugen; und da ist noch nicht mal die Hälfte dieses 15 Track Albums gespielt.

Es folgend noch großartige Stücke, wie das getragene "Sidewalk Serenade", welches als reines Instrumental eine Art Interlude bildet oder das sehr schön ins Bein gehende "Show Me the Way". Das Koski es auch langsam kann, beweist er bei Stücken wie "Everybody Leaves" und dem sehr schönen "So Help Me".

"Sisu" ist ein beeindruckend vielfältiges Album, das Country, Blues, Acoustic, Indie, Bluegrass und sowohl American als auch Irish Folk in sehr schöner Art und Weise kombiniert und so ein Bild eines Künstlers schafft, welches man so vielleicht nicht erwartet hätte. Sehr gutes Zeug!

Autor: Jöran Kuschel

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