Brutal Youth - Stay Honest

Brutal Youth - Stay Honest

Kanada mausert sich ja bekanntlich derzeit zu einer sehr beachtenswerten Musikszene, wenn man auf Punkrock und Hardcore steht, was sich auch dem Erfolg von zu verdanken ist. Mit drängt jetzt eine Band auf den heimischen Markt, die man bereits im Februar live begutachten konnte.

Und was soll man da sagen? Die Jungs sind live ne Wucht. Auch mit schwerster Knieverletzung wurde das Konzert in Dortmund, zu dem man relativ spontan durch Kontakt zu gekommen war, ein verdammt starker Auftritt. Aber genug der Live-Lorbeeren, auf ins Album-Vergnügen.

Zunächst einmal ein kleiner Hinweis: Das 18-Track-Album "Stay Honest", welches jetzt über Gunner Records in Deutschland erscheint, ist schon ein wenig älter, was die Sache aber nicht weniger relevant macht. Insgesamt geben die 1 1/2 Dutzend Songs einen hervorragenden Eindruck her und aufgrund der Kürze des Ganzen, besteht auch nie die Gefahr der Langeweile.

Gibt das Akkordeon-Intro zu Beginn von "53 Degrees" anfangs vielleicht noch dem ein oder anderen Folk-Punk-Freund die Hoffnung hier was Neues gefunden zu haben, so wird das Bild sehr schnell gerade gerückt. Spätestens ab "NL Time" und dem Kontrapunkt "Hunting Wabbits" ist klar, dass man hier mit Hardcore und großartigen Kombinationen aus Melodien und Shouts sehr gut bedient wird. Vor allem der Mittelteil des Albums, in dem von "Orca6050" bis "For Pete" innerhalb von 2 1/2 Minuten 4 Songs zum besten gegeben werden lässt eigentlich keine Kompromisse zu.

Man merkt auf jeden Fall, dass in "Stay Honest" mindestens genauso viel Herzblut steckt, wie in den Shows des Quartetts aus Toronto. Die Scheibe macht ne Menge Spaß und ich hoffe mal, dass auch die kürzlich erschienene EP ihren Weg nach Deutschland findet.

Autor: Jöran Kuschel

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