PEARS - Go To Prison

PEARS - Go To Prison

Mit den Vorschusslorbeeren von Ryan Young (Off With Their Heads) und Garrett Dale (), der Go To Prison zu seinem Top-Album 2014 erkor, kommen mit ihrer LP jetzt auch nach Deutschland. Was soll man von einer Hardcore-Band aus New Orleans erwarten, die auf die konsequente Großschreibung ihres Namens und das fehlende "the" besteht? Ne Ganze Menge!

Vom 51-Sekunden-Opener You´re Boring an geben Vollgas. In nur 21 Minuten stampfen alles in Grund und Boden, was im Wege steht. Kompromisse? Fehlanzeige. Genau wie Zeit zum Verschnaufen.

Die 10 Tracks auf Go To Prison gehen, vielleicht mal Terrible ausgenommen zu aggressiv auf die Fresse, dass dem Zuhörer jegliche Möglichkeit fehlt, sich auf die einzelnen Tracks zu konzentrieren. Fallt ja auch nicht leicht, erreicht doch kein ein Song außer Victim To Be und Grimespree die magische Marke von 2 1/2 Minuten, wobei letzteres seine 4 Minuten Länge auch aus einem 1 1/2 Minuten langen Outro zieht.

So rüpeln sich die Jungs aus New Orleans durch eine Platte, die sich gewaschen hat und die mit Sycopath die besten Doubletime-Rapper vor Scham im Boden im Boden versinken lässt, so schnell spitted Zach Quinn die Worte in unfassbarer Geschwindigkeit. Als kleine Verbeugung vor der Historie wird dann mit Judy Is A Punk noch einer der guten Ramones-Klassiker gecovert. Sehr schön!

Ich kann Garret Dale also verstehen, Go To Prison ist ein extrem gutes, weil sehr kurzweiliges Album. Wer allerdings Melodien a la erwartet ist hier fehl am Platze.

Autor: Jöran Kuschel

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