CJ Ramone - Last Chance To Dance

CJ Ramone - Last Chance To Dance

Ich denke mal, dass es nicht nötig ist einen Mann, der den Namen Ramone trägt, weiter vorzustellen. Deswegen verweise ich einfach nur darauf, dass es mit Last Chance To Dance endlich zu dem gekommen ist, was wie die annähernd perfekte Symbiose im Punkrock zu sein schein. Eine Zusammenarbeit zwischen CJ Ramone und Fat Wreck.

Es darf also gefeiert werden, auch wenn wahre Ramones-Apologeten CJ wahrscheinlich nie als "echten" Ramone bezeichnen werden, kam er doch erst 1989 zur Band und bediente dort nicht mehr allzu lange den Bass. Doch, was soll es denn? Er trägt den Namen nicht umsonst.

"Last Chance To Dance" zeigt dann auch an vielen Stellen, dass CJ seine Herkunft definitiv nicht verleugnen kann. Ab und an fühlt man sich ein wenig wie aus der Zeit gefallen, so sehr klingt die Platte nach alten Ramones-Nummern. Besonders deutlich wird die bei Nummern wie beispielsweise "One More Chance" oder auch beim balladesken "'Til The End", was extrem an seine alte Band erinnert. Vielleicht nicht gerade aus der Blitzkrieg Bop-Phase, aber naja, muss jeder selbst draus machen, was er denkt.

Das CJ Ramone auch anders kann, zeigt sich vor allem bei den schnelleren Nummern. Hier wissen vor allem "Long Way To Go" und auch "Won't Stop Swinging" zu überzeugen, wobei gerade ersters echt sehr gut rüber kommt. Was mir persönlich auch extrem gefällt ist das brutale "Cluster Fuck", was eindeutig eher in die Hardcore-Ecke geht. Sehr fein.

Ob man dieses Album jetzt haben muss? Ich bin mir nicht so ganz sicher. Ist zwar ganz nett, aber ich höre doch lieber alte Ramones-Scheiben.

Autor: Jöran Kuschel

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