The Shell Corporation - Mandrake

The Shell Corporation - Mandrake

Punkrock aus Kalifornien ist ja in sich bereits eine Kombination, die fast immer funktioniert. Wenn eine Band wie The Shell Corporation dann ihr Album "Mandrake" in Deutschland bei Gunner Records veröffentlicht, kann die Geschichte fast nur großartig bis grandios enden.

Um es vorweg zu nehmen: Das Ganze erinnert ein wenig an Bad Religion, was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Dazu noch ein paar Einflüsse aus anderen, eher swingenden Musikstilen und fertig ist mit "Mandrake" ein sehr kurzweiliges und gut hörbares Album.

Dann mal rein ins Vergnügen; was bei "Mandrake" sehr früh auffällt, ist, dass man zwar grundsätzlich im Punkbereich zockt, aber doch sehr abwechslungsreich ist. Songs wie "Appetite for Distraction" oder "Maguire's Pie" gehen eher in die härtere Ecke, während das echt sehr passable "Remember, Remember" ein wenig den Fuß vom Gas nimmt und mehr Melodie als Härte präsentiert.

Sehr groß ist dann meines Erachtens auch "Hear Them Wail", das extrem viel Rhythmus bringt und sehr politisch daher kommt, wie überhaupt viele der Texte der Scheibe. Was ich als Kind der 80er mit musikalischer Sozialisation in den frühen 90ern dann natürlich auch extrem großartig finde ist, dass mal eben Wizos "Raum der Zeit" gecovert wird. Vielleicht einer der Songs, der alle deutschen Punk-Hörer der 90er Jahre extrem geprägt hat. Top!

Zuletzt gibt es dann noch die sehr witzige Iron-Maiden-Imitation zu Beginn von "60 Hours" zu erwähnen, die immer noch für ein gewisses Schmunzeln sorgt. "Mandrake" ist auf jeden Fall ein Album, das man gehört haben sollte.

Autor: Jöran Kuschel

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