John Allen - Sophomore

John Allen - Sophomore

Nachdem wir ihn ja kürzlich schon im Interview hatten, erscheint morgen endlich das Zweitwerk des großartigen . "Sophomore" heißt die neue Scheibe des Hamburgers und um es direkt vorweg zu nehmen, das Album ist ganz, ganz große Klasse. Definitiv schon jetzt weit vorne im Rennen um den Titel der Platte des Jahres.

Vom ersten Song New Years Eve, über den Sinn und Unsinn der guten Vorsätze an, nimmt einen mit auf die Reise durch ein sehr schönes zweites Album, auf dem man sich immer mehr zu fragen beginnt, ob der Mann wirklich aus Hamburg kommen kann. Zu sehr klingen seine Songs nach Irland und verrauchten Hafenkneipen (vielleicht doch ein Hinweis auf Hamburg?), als dass man ihm nicht auch abnehmen würde in Dublin oder Boston aufgewachsen zu sein. Vor allem das großartige Home erweckt diesen Eindruck und verstärkt diesen noch durch die Verwendung typisch irischer Instrumente.

Bei der Fülle an großartigen Songs, um genau zu sein 10 von 10, fällt es definitiv schwer, sich für die zu entscheiden, die man definitiv gehört haben sollte. Eher Springtime? Oder doch eher das schnelle, mitreißende Freedom? Aber wo bleibt dann Lessons I Have Learned?

Ich entscheide mich dann einfach mal für Blood Brothers, das sehr schön gelungen ist und auch erhebliches Mitsing-Potential auf Konzerten liefert, das wunderschöne Night Falls Over Reno, auf das , vollkommen zurecht, auch selbst extrem stolz ist, sowie das zu Tränen rührende Famous Last Words, dem vielleicht sogar besten Stück der ganzen Platte.

Eigentlich gibt es ne Menge Gründe nicht zu mögen. Der Mann schreibt die Songs, die man schon immer selbst für seine Freunde / Familie / Lebenspartner schreiben und singen wollte. Da er dies aber so großartig macht, wie auf Sophomore zu jeder Zeit zu hören ist, muss man ihm einfach verzeihen und das Ganze einfach nur grandios finden.

Autor: Jöran Kuschel

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