Hex Bombs - Everything Earned

Hex Bombs - Everything Earned

Als ich damals meine erst -CD kaufte, prangte auf der Hülle ein fetter Sticker "Blue collar music for a blue collar price"; dieses Label hat sich seitdem immer wieder als eine Art Gütesiegel beim Musikkauf bewiesen. So auch bei , die jetzt mit "Everything Earned" ihr nächstes Album nach Deutschland bringen.

Um es mal direkt zu sagen: Ich habe selten eine Band gehört, die so verdammt nach Boston, MA klingt und dann doch nicht aus eben dieser Metropole des gepflegten Arbeiter-Punkrocks kommt, sondern aus der Kleinstadt Kalamazoo in Michigan, welches aber durchaus auch eine große Arbeitertradition hat.

Nachdem jetzt die Voraussetzungen geklärt sind, hinein ins Vergnügen. Ein Klingeln des Weckers, ein verweifeltes Durchatmen und los gehts mit "Everything Earned". Einem sehr feschen Stück Punkrock, welches, wie die ganze Platte ein sehr feines Mitsing-Potential liefert. Ich sage nur "Born and raised in the working class!". Also die Fäuste auch beim Gröhlen!

Besonders zu beobachten ist dieses Potential auch bei Songs wie "None Shall Be Forgotten", welches dem ein oder anderen vielleicht schon von der letztjährigen EP bekannt ist und Gast-Vocals von -Fronter Mike McColgan enthält. Weit oben auf der Mitgröhl-Skala ist hier allerdings auch noch "Defiance"; sehr gut.

Großartig gefällt mir auch "Killing Time" dessen Gitarren-Riff mich aus irgendeinem Grund an Terrorgruppes "Ich bin ein Punk" erinnert, sowie das wunderbare Blitz-Cover "New Age". Hach, irgendwie fühle ich mich beim Hören der Platte wieder ein wenig wie 15 Nostalgie pur!

Das man es auch ein wenig ruhiger angehen lassen kann zeigen HEx Bombs bei "Closing", dem vermutlich unvermeidbareen Trinkerlied und dem wirklich ausgesprochen gut gelungenen Akkustik-Track "All Fall Down", welcher der Platte sehr schön abrundet.

Ich muss zugeben, dass ich immer noch leicht mit Working Class Punkrock um den Finger zu wickeln bin. Daher ergeht auch eine große Kaufempfehlung für "Everything Earned".

Autor: Jöran Kuschel

Konzert-Tip der Redaktion: