Zeki Min - Majestic

Zeki Min - Majestic

Im Hause Gunner Records gibt es mal mit mal wieder einen Neuzugang im Bereich Singer/Songwriter, einer Ecke also, die ich in letzter Zeit sehr häufig auf den Ohren habe. Wollen wir uns also dem ersten Release Zeki Mins namens "Majestic" widmen, auch, wenn ich zugeben muss, dass der Sommer eigentlich nach anderer Mucke schreit.

Zeki Min ist also auch eines dieser "Ich mach mal was Solo"-Bandmember, wobei The Driftwood Fairytales vielleicht nicht jedem ein Begriff sein werden; das bietet allerdings auch die Chance, seinem Debut-Album wesentlich unvoreingenommener zu Leibe zu rücken, als das bei vielen seiner Kollegen der Fall ist. Daher hinein ins - hoffentlich majestätische - Vergnügen.

Mit "31 Hours" gibt es erst einmal einen sehr feinen Opener, den man zunächst schon fast als bedächtigen Auftakt des Albums werten könnte, wenn er nicht gegen Mitte mit wachsender Instrumentierung noch ein anderer Drive bekommen würde. Trotzdem wirk der Auftakt doch recht traurig, und ein wenig niedergeschlagen. Gefällt mir ja durchaus in diesem Bereich und ist ein Muster, was sich auch ein wenig durchs Album zieht.

Ein weiteres Highlight der Platte ist "Close To Home", bei dem Zeki Min dann mit ein wenig Up-Tempo, Country-Anklängen und guter Gitarrenarbeit eine neue Facette ins Album bringt. Dazu gibt es noch pompöse Chöre am Ende des mit über 6 Minuten auch nicht gerade sparsam gestalteten Tracks.

Auch "Go On!" überzeugt wiederum durch Hinzunahme eines Banjos. Schön zu hören, wie Min immer wieder einen guten, neuen Drive rein bringt, indem er Instrumente variiert und das Tempo ein wenig anzieht. Und auch "Wherever You May Roam" sollte man sich mal geben, bildet es doch einen sehr schönen, wenn auch wieder eher traurigen Abschluss der Platte.

"Majestic" ist also ein sehr gutes Stück Singer/Songwriter-Musik geworden, mit dem man sich den ein oder anderen Sommerabend vertreiben kann. Passt auf jeden Fall in die Plattensammlung.

Autor: Jöran Kuschel

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