Jawknee - My turn

Jawknee - My turn

In der derzeit über uns hinweg rollenden Welle der Singer und Songwriter, die mittlerweile schon fast ungeheure Ausmaße annimmt, wird es immer schwerer, die echten Perlen zu finden. Eine echte Perle findet sich neuerdings in Trier mit Jawknee, der jetzt über das kleine Label Homebound Records sein erstes Album "My turn" veröffentlicht.

Was bei Jawknees Songs sofort ins Ohr fällt, ist, dass er entgegen der generellen Songwriter-Logik, nicht nur mit Stimme und Gitarre zu überzeugen weiß, sondern häufig auch auf eine volle Instrumentalisierung zurück greift. Die Instrumente hat er allerdings alle selbst eingespielt, was noch einmal viel Respekt abnötigt.

Durch eben jene Vielseitigkeit werden dann Songs wie der Opener "Did I ever Tell You" oder "New Life" mit einem besonderen Drive versehen, der diese Tracks besonders machen. Gerade letztere ist für das normale Singer/Songwriter-Genre schon recht aggressiv. Doch auch reine Gitarren-Songs, wie beispielsweise "Started up" oder "All I Need" gelingen dem Trierer ausgesprochen gut; man muss eben sein Handwerk beherrschen. Einzig und allein "Never been to London" geht mir nicht so ganz ins Ohr. Der Song gefällt mir tatsächlich fast nur an sonnigen Tagen, wie in dieser Woche.

Echte Highlights, und somit Anspieltipps für euch, sind weiterhin der Titel-Track "My turn" und "Feels Like A Dream", was mich aus irgendeinem Grund an Incubus in ihren guten Zeiten erinnert; vielleicht der Gesang in der Strophe, ich weiß es nicht...

Ein sehr gutes, gelungenes Debut also, welches Jawknee mit "My turn" hinlegt. Wollen wir hoffen, dass da noch viel mehr aus Trier kommt, was die Klasse dieses Albums bestätigt. Tourstopp in Dortmund fänd ich außerdem klasse.

Autor: Jöran Kuschel

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