Apologies, I Have None - Black Everything

Apologies, I Have None - Black Everything

Nach einem recht kurzfristigen Line-Up-Wechsel im Hause erscheint mit "Black Everything" das zweite Werk der mittlerweile zum Trio geschrumpften Engländer. 4 Songs, bei denen der Titel der EP Programm ist, denn es wird definitiv dunkler als noch beim Vorgänger " London "

Wie Sänger Josh Mckenzie im Interview verriet, sollte aus "Black Everything" eigentlich ein LOngplayer werden, was durch Dans Abgang verhindert wurde. Aufgrund des Wunsches trotzdem so schnell wie möglich etwas zu veröffentlichen, wurde es dann eben eine EP, die trotz ihres Titels, nicht ganz schwarz geworden ist; das allerdings mehr wegen eines Fehlers im Presswerk. Nachdem also im Vorfeld des Releases so einiges nicht ganz geklappt hat, wollen wir uns doch mal der 4 Songs annehmen, um zu sehen, was draus geworden ist.

Der erste Eindruck der Tracks bestätigt, dass der Titel der EP mit Bedacht gewählt ist; insgesamt sind alle Songs wesentlich dunkler, melancholischer, aber auch brutaler als noch auf "London". Die Drums stehen dieses Mal wesentlich stärker im Vordergrund und die Gitarren werden noch einmal durch eine extra Runde Verzerrer gejagt. Insbesondere beim Opener "Raging Through The Thick And Heavy Darkness Of A Bloodlust" ist dies zu beobachten.

Auf gewohnte Elemente muss man trotz allem nicht verzichten. "Two Bombs In A Box" überzeugt wieder mit den bekannt großartigen Backings und der für Apologies, I Have None typischen Melodieführung, während "Coffee, Alcohol, Codeine, Repeat" die bekannte, etwas härtere Seite der Band wiederspiegelt; für mich der beste Song der Platte. Wobei dieser "The Clarity Of The Morning" nur um haaresbreite schlägt.

Das schöne an "Black Everything" ist, dass die Scheibe anders ist als ihr Vorgänger, trotzdem die alten Stärken mit einarbeitet und so immer noch Apologies, I Have None bleibt. Ein sehr gelungener Release auf dem hoffentlich kurzen Wg zu einem neuen Album.

Autor: Jöran Kuschel

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