Eigenes Akustik-Set ersetzte Vorband

New Model Army and Nobody Else in Saarbrücken

Konzertbericht: New Model Army - Saarbrücken, Garage, 08.08.2008

Da die gebuchte Vorband kurzfristig abgesagt hatte, begann der Gig von New Model Army früher als erwartet. Um die Lücke zu füllen hatte die Band spontan entschieden, sich quasi selbst mit einem Akustik-Set von Justin Sullivan und Dean White zu supporten. Dies rief Erinnerungen an die legendäre 1998er And-Nobody-Else-Tour wach, bei der dies jeden Abend ebenso ablief.

Mit dem Klassiker 'Better than them' eröffnete Sänger Justin Sullivan zunächst solo den akustischen Teil. Schon beim zweiten Song 'Changing of the light' kam Dean White mit elektrischer Gitarre als Verstärkung dazu. Der bei eigentlich als Keyboarder fungierende Musiker zeigte, wie schon bei vergangenen Jes'n'Dean-Shows, dass er auch als Gitarrist eine gute Figur abgibt. Nach 'One bullet', 'Heroes' und 'Lovesongs' folgte 'Turn away' mit der zutreffenden Ansage 'The best songs never made it on the albums'. Nach dem unveröffentlichten 'Stoned, fired & full of grace' und dem mit Halbplayback vorgetragenen 'You weren't there' endete der Akusatikteil mit 'Snelsmore wood' und der Frage 'We are better than the main band, are we?'.

Nach einer kurzen Umbaupause läutete das Prediger-Sample von 'High' den Hauptset ein, der mit 'Here comes the war' kraftvoll begann und mit weiteren Powersongs wie 'Nothing dies easy', 'Island' oder 'Lust for power' den Spannungsbogen nicht abreißen ließ. Mit 'Ocean rising' wurde es dann zunächst etwas ruhiger, bis das Lied zum Ende hin mit der Unterstützung der gesamten Band wesentlich härter zu Ende gebracht wurde, als auf dem Soloalbum von J.S.

Weitere Songs vom aktuellen Album 'High' wie der Titeltrack, 'One of the chosen' oder 'Wired' folgten bunt gemischt mit Klassikern wie 'Get me out', 'Purity' oder 'Vagabonds'. Mit Wonderful way to go' verabschiedete sich die Band dann zunächst vom schwitzenden Publikum, dass aufgrund der extremen Temperaturen in der Garage auch ganz ohne Tanzambitionen eine Gratissauna verpasst bekam.

Mit 'Rivers', 'Master race' und 'Poison street' folgte dann der erste Zugabenblock, danach kam die Band für 'Bad old world' und 'I love the world' noch mal auf die Bühne, um sich vom Saarbrücker Publikum zu verabschieden.

Setlist:

  • Better than them
  • Changing of the light
  • One bullet
  • Heroes
  • Love songs
  • Turn away
  • Stoned, fired & full of grace
  • You weren't there
  • Snelsmore wood
  • --------------------
  • Here comes the war
  • Nothing dies easy
  • Island
  • No mirror, no shadow
  • Lust for power
  • Ocean rising
  • Into the wind
  • Bloodsports
  • Get me out
  • High
  • One of the chosen
  • Family
  • Wired
  • Vagabonds
  • Purity
  • Wonderful way to go
  • --------------------------
  • Rivers
  • Master race
  • Poison street
  • ----------------
  • Bad old world
  • I love the world

Autor: Thomas Huntke

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