Stonewall Noise Orchestra - Vol. 1

Stonewall Noise Orchestra - Vol. 1

"Retro-Review": Heidewitzka Ozzy Osbourne oder wat? Nein, (S.N.O.) aus Borlänge im schönen Schweden. Ich denke mich trifft der Schlag, als ich da höre, was aus meinen Boxen hervor dröhnt. Was ein saugeiler Stoner-Doomhammer, den das schwedische Quintett uns da offenbaren.

Stoner-Doomrock von aller bester Güte - Klasse A. Aber bevor ich zum Eigentlichen Highlight der LP komme, erstmal ein paar Daten vorab. „Vol.1“ wurde 2005 in dem Pophouse Studio / Borlänge, Schweden produziert und von daredevil records veröffentlicht. Jetzt schon mal ein Tipp: Kauft euch das Re-Release Album (grünes Cover), da erwarten euch noch zusätzlich 4 Bonus Tracks also insgesamt 14 Songs (u.a. 2 live Tracks „Superfortress“ + „Freedoms prize“). Aber nun zum Debüt von S.N.O., die Musikinstinkt.de nun auch offiziell bei der diesjährigen Tour in Deutschland präsentieren dürfen.

Hier erwartet euch alles was das Doom-Stonerherz höher schlagen lässt. Und das ist nicht gelogen, denn nach ein paar Jahren Stonermucke hören, sollte man schon ein gewisses Feeling für gute Musik haben. Ich will euch keinen Scheiß als super Top anpreisen, der wenn überhaupt nur Mittelmaß ist. Nein, ich spreche von Klasse, was das Ganze angeht. Und vor allem von qualitativ technischer Klasse bei einer Band, die hierzu Lande mal wieder kaum eine Sau kennt. Aber verflucht noch mal, denen Aufmerksamkeit und Respekt gezollt werden muss und nicht wie bei den Megaplattenlabels, die die 3 Takt-Fraktionen in den Himmel loben. Es geht hier um Inspiration, Qualität und fucking Bullshit um sehr gute Musik. O.k., ich schweife vom Thema ab. Leute, „Vol.1“ von SNO bietet dem Hörer einen coolen Mix aus hauptsächlich stoner- und doomlastigen Elementen, die das Album zum echten Hammer Stoner-Doomrock mit schwerst zukunftsträchtigem Erfolgspotential machen.

Die Stimmparallelen von Lars-Inge und Ozzy sind nicht zu überhören, aber Lars verleiht den Songs von Vol.1 seine Eigennote und wirkt somit sehr präsent. Neben typischen Stoner-Doomwalzen wie „Superfortress“, die Gitarren- und Bassmäßig locker an die vergangenen Siebziger erinnern, sind auch Chillsongs wie „High octane fever“ vertreten, die regelrecht zum entspannen frohlocken. S.N.O. bieten insgesamt progressiv-experimentelle Stücke (zieht sich wie ein roter Faden durchs Album, ohne den Blick auf den Stoner zu verlieren).Was die Komplexität von Rhythmus und Takt angeht, da geben klar Mr.Pillow (drums) und Jonas (Bass) die Marschrichtung vor. Für die klasse Riffs und den dazugehörigen Druck tun sich eindeutig die Gitarristen Jansson und Snicken hervor. Das nenne ich Arbeitsteilung. Alles in Allem ein abwechslungsreiches und komplexes Debut, das zu Recht das Gütesiegel Stoner-Doom erhält. Ich sage nur stoned äh check it out. Empfehlenswertes Stoner Doom Scheiblettchen.

Anzocker Tip: „Superfortress“, „As my sun turns black“, „Freedoms prize“, „The practice of talking too much...“

Und jetzt noch ein kleiner Vorgeschmack auf die NEUE „Constants in an everchanging universe“, wo die Jungs eine Nuance weitergehen und mit „Skyscraper moments“ wohl den wahren Groovestonerflächenbrand auf die Menschheit loslassen. Ein wahrer Monsterhit. Aber liebe Stonies, das erklärt euch der Maddin.

Fazit: Stoner-Doom mit Erfolgspotential!

Euer stylish Ed

Autor: Eddie Sharik

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