Stonewall Noise Orchestra - Constants in An Ever Changing Universe

Stonewall Noise Orchestra - Constants in An Ever Changing Universe

"Retro-Review": Hier ein schon längst überfälliger Bericht zum 2. Album der Band , auch bekannt unter den Kürzel S:N:O. Stellt euch vor, ihr sitzt in eurem Lieblingswagen und seit auf einem Highway unterwegs. Die Sonne scheint purpur-rot am Horizont und weit und breit nur die weite Wildnis um euch herum.

Ihr macht das Radio an und ... ? Für diesen Moment, da hab ich was passendes für eure Ohren - „Skyscraper Moment“. Dieser Song strotzt nur so voller Energie und überträgt sich auf das Befinden. Gute Laune mit einem Feeling, dass in jeden einzelnen Muskel spürbar wird. Der Körper kann gar nicht anders, als mit der Musik eins zu werden. Kommt dann noch ein Song wie „Deadications“ und „Clone Baby“ hinterher, dann ist die Welt in Ordnung. Stonerrock wie man sie nur von einigen erstklassigen Bands kennt und das ist nicht übertrieben. Ich stelle mal kurz die Musiker vor, die durch ihre Musik jeden Muskel in Wallung bringen kann:

S:N:O sind John Hermansen (vocals), Jansson (guitar), Snicken (guitar, piano, backing vocals), Mr. Pillow (drums, percussion, piano, backing vocals) und Jonas (bass)

Nachdem die schwedische Band das Album Vol.1 im Jahre 2005 mit Lars-Inge an den Vocals veröffentlicht hatte, wurde 2008 das 2. Album von S:N:O unter den Namen „Constants In An Ever Changing Universe“ heraus gebracht. Ein ungewöhnlicher langer, aber auch interessanter und gelungener Titel für dieses Album, so finde ich. Diese Band kommt mal „wieder“ aus Schweden. Produziert wurde dieser Silberling von Robert Ekholm, der hier super Arbeit geleistet hat. Das Album hat zu dieser Art von Musik einen fetten und perfekten Sound, der einem nur so um die Ohren knallt – „Luftgitarre her, Wo ist meine Luftgitarre?“.

Musikalisch orientiert sich S:N:O an Bands wie Kyuss, und Audioslave. Also wer diese Bands mag, der kann sich das Album von S:N:O blind kaufen - ein Traum, sag ich nur. Eingesungen wurde diese Scheibe diesmal von John Hermansen, dem ein unwahrscheinliches großes Repertoire an Gesangseinlagen auszeichnet. Zwar ist der Wiedererkennungswert gegenüber anderen Bands noch so eben gegeben, dennoch sind die Stücke so stark und überzeugend gut eingespielt, dass hier von einem Best-Of-Set der o.g. Bands ruhig gesprochen werden darf. Songs wie „Skyscraper Moment“, „Deadications“, „Clone Baby“, „Dynamo“ klingen wie die Guten-Alten-Zeiten von K.... (unglaublich was sich diese Herrschaften da an Riffs rausgehauen haben) und dann klingt die Stimme bei „Venus Travel Agency“ wie zu Chris Cornell´s Hochglanzzeiten. Mit „Headlights“ geht es dann sogar noch ein wenig in die Punk-Rock Schiene – „verdammt, wo ist meine Luftgitarre ?“

Lückenfüller kann ich bei diesem Album nicht ausfindig machen. Diese Platte überzeugt von der guten Produktion an bis hin zum einzelnen Musiker von . Die Songs sind in ihrem Aufbau sehr variabel, eingängig und gehen gleich ins Blut über – einfach Klasse („ich hoffe die Band kommt mit soviel Lob zurecht und verfällt bei ihrem nächsten Album nicht in Größenwahn“).

Hier ein kleiner Überblick über „Constants In An Ever Changing Universe“, mit einer Spielzeit von 57 Min. und 45 Sec .

  1. Roll Call – das Intro leitet den ersten Knüller dieser überzeugenden Platte ein.
  2. Skyscraper Moment – besser hätte Kyuss den Song auch nicht schreiben können.
  3. Hollow Parade – etwas moderner angehauchter Song und Rockdisco tauglich.
  4. The Inventor – musikalisch abgefahrenes „Psycho-Rock“ Lied.
  5. Venus Travel Agency – Hammer Ballade und die Stimme klingt echt im Mittelpart wie Chris Cornell´s Stimme.
  6. Sideshow Messiah – stampfender Midtempo Song.
  7. 4:54 – Instrumental und ein geiler Übergang zu Song 8.
  8. Deadications – ich sag nur Kyuss - „unglaublich“ - „Frank, hast Du meine Luftgitarre gesehen?“
  9. Clone Baby – Das Lied geht in Fleisch und Blut über – Groove ohne Ende, da muss man einfach mitgehen.
  10. Headlights – wer jetzt noch nicht Headbanging betrieben hat, dem kann ich auch nicht mehr helfen ;-)
  11. Dynamo – fettes Gitarrenriffing wie es beim Stonerrock sein muss.
  12. Unknown Of Me – würdiger Rausschmeißer der u.a. mit einem Dudelsack untermalt worden ist.

Nun hoffe ich, dass ihr mit dem Album genauso viel Spaß habt wie ich. Jetzt gilt es nur noch die Band auf der kommenden Deutschland-Tour live zu begutachten. Übrigens ist für Anfang 2010 ein neues Album von S:N:O zu erwarten :-))

Autor: Martin Stöckeklopper

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